TVS

 

Was ist ein TVS?

Die Abkürzung TVS verwendet man in Arztbriefen für einen schnellenden Finger oder einen schnellenden Daumen.

Die Bezeichnung TVS steht für die lateinische Bezeichnung Tendovaginitis stenosans.

Häufig wird in Arztbriefen noch angegeben, welcher Finger von der Erkrankung betroffen ist. Zum Beispiel steht TVS D1 für einen schnellenden Daumen, TVS D2 für einen schnellenden Zeigefinger und TVS D5 für einen schnellenden Kleinfinger.

 

Verständliche Erklärung:

bei der Streckung eines Fingers oder des Daumens müssen die Beugesehnen des Fingers durch ein Kanalsystem hindurch gleiten.

Ringband

Bildunterschrift: TVS (Tendovaginitis stenosans) eines Fingers.

Ist das Kanalsystem zu eng oder die Beugesehne des Fingers an einer Stelle etwas verdickt, so erfolgt das Gleiten der Sehnen nicht mehr widerstandsfrei. Oft blockiert die Beugesehne des Fingers die Streckbewegung.

Bei stärkerer Streckung des Fingers wird das Passagehindernis für die Beugesehne ruckartig überwunden und der Finger springt – ähnlich einem Klappmesser – in die Streckposition. Wegen dieses Phänomens bezeichnet man das TVS im deutschen Sprachraum auch als springender Finger (springender Daumen) oder Schnappfinger bzw. Schnappdaumen.

Eine andere Bezeichnung für das TVS (springender Finger) lautet Digitus saltans.

 

Behandlung:

im frühen Stadium des TVS erfolgt die Behandlung konservativ. Sinnvoll sind regelmäßige Handbäder in warmem Wasser.

In der 2. Stufe der Behandlung injiziert man eine geringe Menge Cortison an das zu enge Ringband.

Kommt es danach nicht zu einer durchgreifenden Besserung, muss eine operative Behandlung des schnellenden Fingers (des TVS) erwogen werden.

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