Tenolyse?

 

Was ist eine Tenolyse?

Unter einer Tenolyse versteht man die operative Lösung von Verwachsungen um eine Sehne.

 

Verständliche Erklärung des Begriffs Tenolyse:

nach Verletzungen, Operationen oder Infektionen einer Sehne bilden sich sehr häufig zwischen der geschädigten Sehne und der Nachbarschaft der Sehne innere Narben (Verwachsungen) aus.

Diese Verwachsungen können die Beweglichkeit der Sehne erheblich mindern. Besonders häufig kommt es durch narbige Verwachsungen zu Bewegungsminderungen nach der Verletzung einer Beugesehne an der Hand.

 

Diagnose:

die Diagnosestellung der narbigen Verwachsungen ist leicht. Kommt es nach einer vorausgegangenen Verletzung, Infektion oder Operation zu einer Bewegungsstörung, die sich auch nach Monaten nicht bessert, so sind hierfür oft narbige Verwachsungen an der geschädigten Sehne ursächlich.

Bewegungsstörung am Zeigefinger beim Faustschluss

 

 

Behandlung:

zunächst gilt es die Bewegungsstörungen durch konservative Behandlungen – Physiotherapien – zu bessern. Wird innerhalb einer Zeitspanne von einem halben Jahr mittels Physiotherapie keine ausreichend gute Beweglichkeit erreicht, so ist die operative Lösung der Verwachsungen – die Tenolyse – in Betracht zu ziehen.

 

Operation:

Voraussetzung für die Tenolyse (die operative Lösung der Verwachsungen) ist eine ausreichend gute Ausreifung der ursprünglich entstanden Narben. In der Regel wird man daher eine Tenolyse erst ca. ein halbes Jahr nach der Verletzung oder nach der 1. Operation durchführen.

Eine weitere Voraussetzung für eine Tenolyse ist eine gute passive Beweglichkeit der benachbarten Gelenke. (In der Hand eine gute Fingerbeweglichkeit).

Eine weitere Voraussetzung für eine Tenolyse ist eine gute Durchblutung und Sensibilität im Operationsgebiet.

 

Nachbehandlung:

der Patient muss bereit sein, nach der durchgeführten Tenolyse konsequent die Nachsorge durchzuführen. Diese besteht meist in einer mehrmals pro Woche durchgeführten, auf die individuelle Situation abgestimmte, Physiotherapie.

Der Patient muss ferner wissen, dass ein lange unzureichend genutzter Muskel – der die Sehne ja bewegen muss – viele Monate benötigt, um sich wieder zu kräftigen und ein normales Bewegungsausmaß zu erreichen.

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