Synovektomie?

 

Was versteht man unter Synovektomie?

Der Begriff Synovektomie wird den Arztbriefen und Operationsberichten vielfach verwendet und bezeichnet die Entfernung der Gelenksschleimhaut. Korrekt lautet die Bezeichnung Synovialektomie.

 

Verständliche Erklärung:

in einem Gelenk stoßen zwei Knochen aneinander. Dabei ist die Knochenoberfläche mit Knorpel überzogen. (Abbildung unten). Das gesamte Gelenk ist umgeben von einer Gelenkkapsel, die oft seitlich von Bändern verstärkt wird.

Aufbau eines gesunden Gelenks.
Aufbau eines gesunden Gelenks.

Grundlagen

Die Gelenkkapsel können Sie sich anschaulich als eine Hülle vorstellen, die das gesamte Gelenk umgibt. Das Innere der Gelenkkapsel wird von einer sehr dünnen Haut ausgekleidet, die man als Gelenksschleimhaut bezeichnet. In der Medizin wird diese Gelenksschleimhaut auch als Synovialis bezeichnet. Nochmals anschaulich dürfen sie sich die Gelenkschleimhaut (Synovialis) wie eine Tapete vorstellen, die den Innenraum auskleidet. Eine gesunde Gelenkschleimhaut ist dünner als ein Blatt Zellophanpapier.
Die Gelenkschleimhaut bildet die für die Funktion des Gelenks wichtige Gelenk-schmiere. (Synovia).

 

Ursachen:

Bei krankhaften Gelenkveränderungen – zum Beispiel einer Arthrose oder einer rheumatischen Erkrankung, aber auch einer Verletzungsfolge – kann die Gelenkschleimhaut chronisch wuchern und verursacht Schmerzen und ständige Schwellungen.

Synovektomie am Grundgelenk eines Fingers bei einem Rheumapatienten

Gerade im Falle einer rheumatischen Erkrankung (rheumatoiden Arthritis) wirkt die gewuchert der Gelenkschleimhaut auch zerstörerisch auf den Gelenkknorpel und auf die Knochen, die das Gelenk bilden.

 

Therapie:

In solchen Situationen kann es sinnvoll sein, die gewuchert der Gelenkschleimhaut (Synovialitis) durch einen operativen Eingriff zu entfernen. Die Entfernung der krankhaft veränderten – gewucherten – Gelenkschleimhaut bezeichnet man in der Medizin als Synovektomie oder auch als Synovialektomie.

Bei einer solchen Operation wird – wie in obiger Abbildung am Beispiel eines Fingergelenks zu erkennen – das Gelenk eröffnet und die gewucherte Gelenkinnenhaut entfernt.

Je nach Zerstörungsgrad in dem Gelenk, werden mit der Synovialektomie (Synovektomie) auch weitere Maßnahmen kombiniert. So zum Beispiel die Glättung des geschädigten Knochens oder die Implantation eines künstlichen Gelenks.

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