RSL-Fusion

 

Was ist eine RSL-Fusion (RSL-Arthrodese)?

Die RSL-Fusion ist eine Teilversteifung im Handgelenk. Bei dieser Teilversteifung werden die Speiche mit dem Kahnbein und zusätzlich die Speiche mit dem Mondbein verbunden (fusioniert).

Gegenüber einer vollständigen Versteifung des Handgelenks verbleibt bei einer RSL-Fusion meist eine restliche Beweglichkeit, die für die Handhebung und die Handsenkung jeweils zwischen 20° und 25°liegt.

 

Verständliche Erklärung der RSL-Fusion (RSL-Arthrodese)

Bildunterschrift: die für das Verstehen einer RSL-Fusion wichtigsten Knochen des Handgelenks.

In der obigen Abbildung sehen Sie unter anderem die an der Bildung des Handgelenks beteiligten Knochen Speiche, Kahnbein (K) und Mondbein (M).

Im gesunden Handgelenk sind diese Knochen durch eine Knorpelschicht voneinander getrennt. Der zwischen den Knochen gelegene Knorpel verhindert unter anderem auch, dass die unterschiedlichen Knochen zusammenwachsen.

Bei der RSL-Fusion werden Speiche und Kahnbein sowie Speiche und Mondbein miteinander verbunden. (fusioniert). Ersetzt man die deutschen Begriffe Speiche = Radius, Kahnbein = Scaphoid und Mondbein = Lunatum, so erhält man die Anfangsbuchstaben RSL.

 

Wann ist eine RSL-Fusion sinnvoll?

Eine RSL-Fusion ist eine von mehreren möglichen Teilversteifung im Handgelenk. Die RSL-Fusion (RSL-Arthrodese) ist besonders dann sinnvoll, wenn die Schädigung im Handgelenk auf den Grenzraum zwischen der Speiche und den beiden Handwurzelknochen Kahnbein und Mondbein begrenzt ist. Meist handelt es sich dabei um eine Arthrose, die streng auf Speiche und Kahnbein bzw. auf Speiche und Mondbein begrenzt ist. (Zum Beispiel eine radioscaphoidale Arthrose).

Körperfern des Kahnbeins und des Mondbeins verbleibt noch ein Gelenkraum, in dem noch eine restliche Handgelenksbewegung möglich ist.

 

Wie wird die RSL-Fusion durchgeführt?

Bei der RSL-Fusion wird durch einen Schnitt über dem Handgelenk die Speiche und die Handwurzelknochen Kahnbein und Mondbein freigelegt. Knorpelgewebe, dass sich noch an diesen Knochen befindet, wird dann entfernt.

In die Zwischenräume zwischen der Speiche und dem Kahnbein sowie der Speiche und dem Mondbein wird weiteres Knochengewebe eingelagert. Dieser ins Handgelenk verpflanzte Knochen entstammt meist aus dem Beckenkamm.

Damit die Knochen – Speiche, Kahnbein und Mondbein – zusammenwachsen, werden sie nun mit zwei Metallplatten (Osteosyntheseplatten) miteinander verbunden. Zusätzlich erfolgt in den ersten ca. 6 Wochen eine Ruhigstellung im Gipsverband.

RSL_Fusion

Bildunterschrift: dargestellt ist das Röntgenbild einer RSL-Fusion, bei der durch zwei kleine Metallplatten (Osteosyntheseplatten) die Speiche mit dem Kahnbein bzw. die Speiche mit dem Mondbein verbunden wurden.

Nach Ausheilung der RSL-Fusion vermochte der Patient das teilversteifte Handgelenk noch 20° zu strecken und 25° zu beugen. Die vor der Operation bestehenden Beschwerden waren in erheblichem Umfang vermindert.

 

Kommentare sind geschlossen.

  • Werbung