renale Denervation

 

Was ist eine renale Denervation?

Die renale Denervation dient der Behandlung des hohen Blutdrucks (der arteriellen Hypertonie).

Bei der renalen Denervation werden die vom sympathischen Nervensystem zur Niere verlaufenden feinen Nervenfasern unterbrochen. Die renale Denervation wird angewandt, wenn eine Senkung des zu hohen Blutdrucks mittels Medikamente nicht gelingt!

 

Warum Senkung des Blutdrucks?

Der erhöhte Blutdruck – die arterielle Hypertonie – ist ein schwerwiegender Risikofaktor unter anderem für den Herzinfarkt sowie den Schlaganfall. (Apoplex)

Näherungsweise ist ein erhöhter Blutdruck ursächlich für etwa die Hälfte der akuten Herzerkrankungen sowie der gefäßbedingten Gehirnerkrankungen.

 

Was hat die Niere mit dem erhöhten Blutdruck zu tun?

Unter Einfluss des sympathischen Nervensystems (des Sympathikus) wird in der Niere eine Substanz gebildet, die man als Renin bezeichnet. Über mehrere Zwischenschritte führt eine vermehrte Produktion von Renin in der Niere zur Erhöhung des Blutdrucks.

 

Was bedeutet Denervation im Zusammenhang mit dem Begriff renale Denervation?

Unter Denervation versteht man die operative Unterbrechung von Nervenfasern.

Seit Jahrzehnten bewährt ist die Unterbrechung von Nervenfasern – die Denervation – zur Behandlung von Schmerzen im Handgelenk (Handgelenksdenervation) oder zur Behandlung von Beschwerden am Sprunggelenk.

Der Begriff renale Denervation bedeutet die Unterbrechung von Nervenfasern des Sympathikus, die in der Wand der Nierenschlagader (Nierenarterie) zur Niere verlaufen.

 

 

Nierenarterie

CC BY-SA 3.0   PioM 

Bildunterschrift: die Abbildung oben zeigt an einer aufgeschnittenen Niere die Nierenarterie und die Nierenvene.

 

Ist die renale Denervation eine Alternative zur Einnahme von Medikamenten?

Nein! Die renale Denervation ist eine Maßnahme, die in Betracht gezogen werden kann, wenn durch einen korrekten Einsatz von Blutdruck senkenden Medikamenten, es nicht gelingt, den Blutdruck ausreichend gut zu senken.

 

Wird bei der renalen Denervation die Niere operativ freigelegt?

Nein! Die renale Denervation erfolgt heute minimal-invasiv.

Zur renalen Denervation wird über eine Schlagader (Arterie) in der Leiste ein Katheter eingeführt. Dieser Katheter wird dann über die Beckenschlagader und die Hauptschlagader (Aorta) bis in die Nierenarterie vorgeschoben.

Über den Katheter werden dann Radiofrequenzwellen ausgesandt, die die feinen Nervenfasern in der Nierenarterie unterbrechen.

 

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