radioscaphoidale Arthrose

Was versteht man unter einer radioscaphoidale Arthrose?

Unter einer radioscaphoidale Arthrose versteht man eine Knorpelschädigung (Arthrose) im Handgelenk zwischen der körperfernen Speiche und dem Kahnbein.

Nähere Erläuterung:

Handgelenksknochen
Die das Handgelenk bildenden Knochen

Das Handgelenk wird unter anderem von der Speiche und den benachbarten Handwurzelknochen Kahnbein (K) und Mondbein gebildet.

In der Medizin wird die Speiche als Radius bezeichnet und das Kahnbein als Scaphoid bezeichnet.

Aus diesen beiden Fachbezeichnungen – Radius und Scaphoid – wird der Begriff radioscaphoidale Arthrose zusammengesetzt. Bei einer radioscaphoidale Arthrose ist besonders der Knorpel an den gegenüberliegenden Gelenkflächen zwischen Speiche (Radius) und Kahnbein (Scaphoid) geschädigt.

Ursachen:

Ursachen sind häufig Unfälle mit Frakturen der Speiche (Radius) oder des Kahnbeins (Scaphoid), die nicht verheilt sind oder in Fehlstellung verheilt sind.

Die schlecht verheilten Frakturen führen zu einem erhöhten Abrieb des Knorpels im Handgelenk. Im Verlaufe vieler Jahre entsteht dann nach einer erlittenen Fraktur (Knochenbruch) die genannte Arthrose.

Eine radioscaphoidale Arthrose kann jedoch auch anlagebedingt entstehen, wenn eine Neigung zur Arthrose vorliegt. Oft findet man dann arthrotische Veränderungen auch noch an anderen Gelenken.

Diagnose:

bei einer radioscaphoidale Arthrose leiden die Betroffenen meist unter Schmerzen im Handgelenk und manchmal auch Schwellungen bei Bewegungen und besonders bei Belastungen des erkrankten Handgelenks. Die Knorpelschädigung der radioscaphoidale Arthrose wird im Röntgenbild in den fortgeschrittenen Stadien sicher erkannt. Im Röntgenbild ist dann der Abstand zwischen Kahnbein und Speiche verschmälert.

Besonders gut lässt sich die radioscaphoidale Arthrose im Kernspinntomogramm erkennen.

Kernspinntomogramm einer radioscaphoidale Arthrose.
Kernspinntomogramm einer radioscaphoidale Arthrose.

Das oben abgebildete Kernspinntomogramm lässt die radioscaphoidale Arthrose gut erkennen. Der blaue Pfeil zeigt auf den erheblich verschmälerten Gelenkspalt zwischen der Speiche (Radius) und dem Kahnbein.

Therapie:

eine kausale Therapie ist bei einmal eingetretener Arthrose nicht mehr möglich. Für die Besserung der Beschwerden kann eine Denervation der Handgelenksnerven (Durchtrennung der Schmerznerven) sinnvoll sein.

Bei ganz erheblichen Schmerzen im Handgelenk, wird man eine Teilversteifung des Handgelenks erwägen. Hierbei wird oft das Kahnbein entfernt und die verbleibenden Handwurzelknochen miteinander verbunden.

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