pulmonale Hypertonie

 

Was ist eine pulmonale Hypertonie?

Das Kennzeichen einer pulmonalen Hypertonie ist ein erhöhter Blutdruck im Lungenkreislauf! Wörtlich bedeutet pulmonale Hypertonie: erhöhter Blutdruck in der Lungenschlagader (Arteria pulmonalis).

 

Verständliche Erklärung der pulmonalen Hypertonie:

der Begriff Hypertonus bedeutet erhöhten Blutdruck. Bei Messungen am Arm wird bei gesunden Erwachsenen beispielsweise ein Blutdruck von 120/80 mmHg festgestellt. Werte von 160 mmHg oder höher bezeichnet man als erhöhter Blutdruck und in der Medizin als Hypertonus.

 

Diese bekannte Form des Hypertonus (des erhöhten Blutdrucks) bezieht sich jedoch ausschließlich auf den Körperkreislauf oder großen Kreislauf. Das ist jener Kreislauf, der am linken Herzen beginnt.

Neben dem Körperkreislauf gibt es jedoch auch noch einen kleinen Kreislauf oder Lungenkreislauf. Die Arterien (Schlagadern) des Lungenkreislauf werden von der rechten Herzkammer mit Blut befüllt.

Auch in den Schlagadern des Lungenkreislauf herrscht ein Blutdruck. Dieser ist jedoch ungleich geringer als im Körperkreislauf. In der Lungenschlagader (Arteria pulmonalis) beträgt bei gesunden Personen der Blutdruck ca. 12–16 mmHg.

 

Von einer pulmonalen Hypertonie spricht man, wenn der mittlere Blutdruck in der Lungenschlagader unter Ruhebedingungen 25 mmHg oder mehr beträgt.

 

Symptome der pulmonalen Hypertonie:

die pulmonale Hypertonie belastet das rechte Herz in erheblichem Umfang. Personen, die an einer pulmonalen Hypertonie leiden, verspüren meist eine Atemnot! Die Atemnot tritt besonders bei Belastung – zum Beispiel beim Treppensteigen – auf.

Personen mit einer pulmonalen Hypertonie haben oft Schwellungen (Ödeme) der Beine oder der Sprunggelenke. Es kann auch zu Ansammlung von Wasser im Bauch kommen.

Die Atemnot bei pulmonale Hypertonie kann aber auch beim Bücken auftreten. Die pulmonale Hypertonie kann eine der vielen Ursachen für einen kurzzeitigen Bewusstseinsverlust (Synkope) sein.

 

Ursachen der pulmonalen Hypertonie:

Eine Reihe ganz unterschiedlicher Erkrankungen kann zur pulmonalen Hypertonie führen. So unter anderem Lungenerkrankungen, wie die häufig auftretende COPD oder von den Beinvenen ausgehende Thrombosen im Lungenkreislauf (Lungenembolie)

 

genaue Diagnose der pulmonalen Hypertonie:

die Diagnose einer pulmonalen Hypertonie kann aufgrund der genannten Symptome nur vermutet werden. Bei einer Echokardiographie des Herzens findet der Arzt weitere Hinweise, die auf eine pulmonale Hypertonie (einen erhöhten Druck der Lungenarterie) hinweisen.

Bewiesen wird eine arterielle Hypertonie durch die Untersuchung des rechten Herzens mit einem Katheter.

Die frühe Diagnosestellung der pulmonalen Hypertonie ist wichtig, um im Langzeitverlauf ein Versagen der rechten Herzhälfte zu vermeiden.

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