Neurolyse

 

Was ist eine epineurale Neurolyse?

Der Begriff epineurale Neurolyse bedeutet: operative Beseitigung eines äußeren Drucks, der auf einem Nerv lastet.

 

 

Verständliche Erklärung:

Um Nerven können sich Narben ausbilden. Solche Narben entstehen nach vorausgegangenen Verletzungen oder auch Operationen.

Die Beseitigung solcher Narben wird im Arztbrief oder im Operationsbericht als epineurale Neurolyse bezeichnet.

 

Infolge eines äußeren Drucks auf einen Nerv – zum Beispiel beim Karpaltunnelsyndrom – kann sich jedoch auch die Wand eines Nervs verdicken. Jeder gesunde Nerv unserem Körper ist von einer sehr dünnen Hülle umgeben. Diese dünne Hülle bezeichnet man in der Medizin als Epineurium.

In dieser dünnen Hülle – dem Epineurium – verlaufen die winzigen Blutgefäße, die den Nerv mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen.

Verdickt sich die äußere Hülle des Nervs (das Epineurium), so führt auch dies zu einem unangemessenen Druck auf den Nerv. Nerven sind gegenüber einer äußeren Druckschädigung sehr empfindlich.

 

Werden in der Medizin um einen Nerv gelegene Narben oder auch eine verdickte Nervenhülle (Epineurium) beseitigt, so spricht man von epineurale Neurolyse. Öfters wird eine epineurale Neurolyse bei der Operation eines Karpaltunnelsyndroms erforderlich.

Bildunterschrift: die Abbildung zeigt eine Operation mit Freilegung des Nervus medianus (schwarzer Pfeil) im Karpaltunnel nach Beseitigung aller Narben und Spaltung eines verdickten Epineurium (Nervenwand).

 

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