Korrekturosteotomie

 

Was ist eine Korrekturosteotomie?

Unter einer Korrekturosteotomie versteht man die operative Durchtrennung eines Knochens wegen einer Fehlstellung des Knochens.

 

Verständliche Erklärung der Korrekturosteotomie.

In unserem Körper müssen besonders die langen Röhrenknochen in einer bestimmten Achse stehen. Ist das nicht der Fall, so kommt es an benachbarten Gelenken zu Fehlbelastungen. Aus den Fehlbelastungen der Gelenke entstehen Arthrosen mit entsprechenden Schmerzen.

Um dies zu verhindern, kann man den Knochen operativ durchtrennen und in seine natürliche Position erneut aufrichten. D.h. mittels Korrektur anatomisch korrekt stellen.

Die Fehlstellung des Knochens kann dabei wohl angeboren sein als auch (häufig) als Folge einer Fraktur (Knochenbruch) entstehen.

 

Erklärung der Korrekturosteotomie am Beispiel einer Speichenfraktur: (Radiusfraktur)

Frakturen der Speiche (einer der beiden Unterarmknochen) gehören zu den häufigsten Knochenbrüchen des Menschen. Statistisch beobachtet man daher besonders häufig Fehlstellungen an der Speiche nach einer Fraktur (Radiusfraktur).

Speichenfraktur

Bildunterschrift: in Fehlstellung verheilte Speichenfraktur.

Die rote Linie in obiger Abbildung zeigt die falsche Gelenkstellung der Speiche. Die blaue Linie deutet an, wo die Gelenkfläche der Speiche sich eigentlich befinden müsste. Die Fehlstellung entstand nach operativer Versorgung und erneutem einsinken der ehemaligen Frakturzone.

Korrekturosteotomie

Bildunterschrift: Röntgenbild nach operativ durchgeführter Durchtrennung des Knochens (Korrekturosteotomie).

Der rote Pfeil in obiger Abbildung zeigt die im Röntgenbild gut sichtbare Durchtrennungsstelle (Osteotomie) im Knochen der Speiche kurz nach der Korrekturosteotomie.

Nach der Korrekturosteotomie wurde der Knochen in natürlicher Stellung aufgerichtet und erneut mit einer Platte stabilisiert. Hierdurch kommt es zu einer normalen Stellung der Speiche im Handgelenk.

 

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