knöcherne Aussprengung

 

Was ist eine knöcherne Aussprengung?

Von einer knöchernen Aussprengung spricht man in der Medizin, wenn aus einem Knochen ein kleines Knochenstück herausgerissen wird.

Eventuell wird mit dem herausgerissen Knochenstück auch ein an diesem Knochenstück ansetzendes Band oder eine ansetzende Sehne mit abgerissen

 

Verständliche Erklärung:

recht häufig ereignen sich knöcherne Aussprengungen im Handbereich. Bei einem Sturz auf die Hand kann ein kleines Knochenstück aus einem der Handwurzelknochen herausgerissen werden.

Knochen des Handgelenks

In der Abbildung sind die beiden Unterarmknochen Elle und Speiche in einem gesunden Handgelenk dargestellt. Drei der acht der Handwurzelknochen sind mit Buchstaben markiert. Dabei entspricht K dem Kahnbein, M dem Mondbein und D dem Dreiecksbein, dass in der Medizin auch als Triquetrum bezeichnet wird.

Relativ häufig wird aus dem Dreiecksbein von einer knöchernen Aussprenung betroffen: dabei wird ein kleines Knochenstück aus dem Dreiecksbein (Triquetum) herausgerissen.

knöcherne Aussprengung aus dem Dreiecksbein (Triquetrum).

Mithilfe der Computertomografie lässt sich die knöcherne Aussprengung (roter Pfeil in der Abbildung) dem Dreiecksbein (Triquetrum) zuordnen. Das Computertomogramm dient zusätzlich zum Nachweis oder zum Ausschluss weiterer Frakturen im Bereich der Handwurzelknochen, die unter Umständen in der konventionellen Röntgenaufnahme nicht oder nur schlecht erkennbar sind. So kann bei einer knöchernen Aussprengung auch gelegentlich zusätzlich eine Kahnbeinfraktur oder Speichenfraktur festgestellt werden.

 

 

Diagnose:

nach einer entsprechenden Verletzung deuten eine starke Schwellung an der verletzten Stelle und die Ausbildung eines größeren Blutergusses darauf hin, dass nicht nur eine einfache Verstauchung oder Prellung vorliegt; sondern eine zusätzliche Verletzung am Knochen oder im Gelenk besteht.

Die Diagnose einer knöchernen Aussprengung ist nur anhand des Röntgenbildes möglich.

 

Therapie der knöchernen Aussprengung:

bei einer knöchernen Aussprengung ist – abhängig von der Größe des abgesprengten Knochenstücks – eine Ruhigstellung im Handgelenk notwendig. Meist liegt die Zeitspanne zwischen 2 und 4 Wochen.

Eine operative Therapie ist bei kleineren knöchernen Aussprengungen meist nicht erforderlich. Im Falle, dass zusätzlich ein Band oder eine Sehne mit ausgerissen ist, kann diese Begleitverletzung eine Operation erforderlich machen.

Prognose:

für eine Zeitspanne von mehreren Monaten sind nach einer knöchernen Aussprengung im Handgelenk Beschwerden und Belastungsminderungen zu erwarten.

Das ausgesprengte Knochenstück lagert sich meist an seine Ursprungsstelle im Knochen an und verwächst dort.

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