Fossa lunata

Begriffserklärung:

der Begriff Fossa bedeutet in der Medizin so viel wie Grube oder Vertiefung. Der Begriff Fossa lunata finden Sie im Zusammenhang mit Untersuchungen oder Operationen am Handgelenk.

Unter der Fossa lunata versteht man konkret eine Vertiefung in der Speiche, die gegenüber dem Mondbein liegt.

Verständliche Erläuterung:

das Handgelenk wird gebildet von den beiden Unterarmknochen Speiche und Elle sowie 8 Handwurzelknochen. (Bitte vergleichen Sie Abbildung unten).

gesundes Handgelenk mit Speiche und Elle sowie zwei markierten Handwurzelknochen (K) Kahnbein und (M) Mondbein.

Bei den beiden wichtigsten Bewegungen im Handgelenk – Hand heben und Hand senken – bewegen sich die Handwurzelknochen Kahnbein (K) und Mondbein (M) gegenüber der Speiche.

Kernspinntomografische Aufnahme des Handgelenks mit Schädigung der Fossa lunata

In der Fossa lunata findet man bei einer Handgelenksspiegelung oder auch bei einer Kernspinntomographie häufiger Knorpelschäden. (Chondromalazie).

Diese Knorpelschäden entstehen häufiger nach einem Sturz, der zu einer Speichenfraktur (Radiusfraktur) geführt hat. Eine andere häufige Ursache für Knorpelschädigungen in der Fossa lunata sind Risse an den Bändern zwischen den Handwurzelknochen.

Bei manchen Speichenbrüchen reicht die Frakturzone in die Fossa lunata (die Grube unterhalb des Mondbeins). Knorpelschäden in der Fossa lunata können Ursache für chronische Handgelenksbeschwerden sein.

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