Finkelstein_Test

 

 

Was ist der Finkelstein-Test?

 

Beim Finkelstein-Test wird der Daumen maximal in die Hand eingebeugt und darüber die Finger geschlossen. (Wie in der Abbildung unten gezeigt). Dann wird das Handgelenk nach unten (präzise nach ulnar) gebeugt.

Durchführung des Finkelstein-Test.

Der Finkelsteintest gilt als positiv, wenn im Bereich des 1. Streckerfachs (in obiger Abbildung schwarz hervorgehoben) ein stärkerer Schmerz einsetzt.

 

Aussagefähigkeit des Finkelstein-Test:

ein Schmerz entsteht bei Durchführung des Finkelsteintest, wenn Sehnen in einem Sehnenkanal – dem 1. Streckerfach – nicht mehr widerstandsfrei gleiten können. In der Abbildung unten ist die Position dieses Sehnenkanal kurz vor dem Handgelenk durch zwei rote Pfeile markiert.

1. Streckerfach

Die Grafik zeigt den Verlauf mehrerer Strecksehnen des Daumens im 1. Streckerfach. (Rote Pfeile).

Ein positiver Finkelstein-Test ist sehr charakteristisch für ein Sehnenengpass im Bereich des 1. Streckerfachs. Dieses Krankheitsbild wird Tendovaginitis stenosans de Quervain genannt. Die Tendovaginitis stenosans de Quervain ist eine spezielle Erkrankung der Sehnenscheiden, die durch ein behindertes Gleiten von Sehnen in einem zu engen Kanal zustande kommt.

 

Bei Vorliegen einer Tendovaginitis stenosans de Quervain ist neben einem positiven Finkelstein-Test auch eine Verdickung des 1. Streckerfachs (im Bereich der roten Pfeile in der obigen Abbildung) zu erwarten.

 

Falsch positiver Finkelstein-Test:

der Finkelstein-Test ist zwar sehr charakteristisch für eine Tendovaginitis stenosans de Quervain. Der Finkelstein-Test allein ist jedoch kein Beweis für eine Tendovaginitis stenosans de Quervain.

Der Test nach Finkelstein kann auch einmal positiv sein bei einer Daumensattelgelenksarthrose. Und auch einmal bei dem seltenen Krankheitsbild einer Schädigung des oberflächlichen Nervus radialis (Wartenberg Syndrom).

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