Fasciektomie

Was ist eine Fasciektomie?

Der Begriff Fasciektomie bedeutet wörtlich: Entfernung einer Faszie.

Faszien (Fascien) sind umhüllende Bindegewebe. Der Begriff Fasciektomie wird in der Medizin in aller Regel im Zusammenhang mit einer operativen Behandlung einer Dupuytren‘schen Kontraktur (Morbus Dupuytren) verwendet.

Am Beispiel eines Morbus Dupuytren soll der Begriff Fasciektomie verständlich erläutert werden.

Beim Morbus Dupuytren findet man bei äußerlicher Betrachtung der Hand (Abbildung unten) eine strangförmigen Wucherung von Fasciengewebe unter der Haut der Hand.

Diese knotenförmigen Wucherungen führen zu Streckminderungen an den betroffenen Fingern.

Morbus Dupuytren mit Streckminderung am Ringfinger
Morbus Dupuytren mit Streckminderung am Ringfinger


Beim Morbus Dupuytren ist die unter der Haut und dem Fettgewebe der Hand gelegene, flächenhaft ausgedehnte Faszie (Aponeurose) erkrankt. Es kommt zur Ausbildung von Strängen und Knoten. Diese Stränge und Knoten unter der Haut sind gut sichtbar und tastbar. Durch die Verkürzung der Faszie führen sie zu einer Streckminderung an den betroffenen Fingern. (Abbildung oben)

Aponeurose unter der Haut der Hand

Aponeurose unter der Haut der Hand

 

Beim Morbus Dupuytren sind die in obiger Abbildung zu sehenden flächenhaften Ausdehnungen der Aponeurose strangförmig und knotig verändert. Bei der Operationsmethode Fasciektomie werden die krankhaft veränderten Stränge und Knoten der Aponeurose, sowie auch die krankhaft veränderten anderen Fasciengewebe in der Hand entfernt.

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